Schulungssystem Common Rail mit variabler Turbinengeometrie
Die Experimentierhardware muss aus realen Kfz-Komponenten bestehen. Jedes Bauteil ist realitätsnah als Einzelkomponente und zusätzlich im Gesamtverbund des Motormanagementsystems zu betrachten. Die Komponenten sind mit zwei Steuergeräten verbunden, welche die angeschlossenen Sensorsignale erfassen und die Aktoren entsprechend ansteuern.
Das System muss den Schüler in die Lage versetzen, verschiedene Fahrzustände nachvollziehen zu können. Die Sensoren und Aktoren des Motormanagementsystems sind Originalkomponenten und müssen voll funktionsfähig sein.
Die Systemsoftware muss den kompletten Lehrgang mit allen Inhalten beinhalten. Die Systemsoftware stellt die hardwareseitig vorhandenen Komponenten multimedial dar. Sie behandelt inhaltlich das komplette System, dessen Steuer- und Regelkreise sowie die einzelnen Sensoren und Aktoren. Alle Anleitungen zum Experimentieren und Messen an den Komponenten müssen enthalten sein.
Das System ist vollständig verdrahtet und betriebsbereit aufgebaut zu liefern
Folgende Lerninhalte müssen mindestens enthalten sein:
- Die Spannungsversorgung
- Das Motorsteuergerät eines Common Rail Systems
- Sensoren des Common Rail Systems, Aufbau und Funktionsprinzip
- Aktoren des Common Rail Systems, Aufbau und Funktionsprinzip
- Aufbau des Common Rail Systems mit variabler Turbinengeometrie
- Einfluss der Turbinengeometrie auf das Leistungsverhalten des Motors
- Zusammenwirken der Komponenten
- Erlangen von Verständnis über die Wirkungsweise der enthaltenen Regelkreise
- Interpretation von Schaltplänen
- Anwendung von Schaltplänen
- Interpretation von Fahrzeugsolldaten
- Einsatz von Fahrzeugsolldaten beim Messen
- Aufbau von Diagnosekompetenz
- Umgang mit Werkstatttypischen Messmitteln
- Durchführung praxisnaher Messungen an den Komponenten des Motormanagements
- Standarddiagnoseroutinen anwenden
- Fehler und Störungen eingrenzen durch
- Funktionskontrolle
- Sinneswahrnehmungen
- Auslesen vom Fehlerspeicher
- Messe und Prüfen elektrischer, elektronischer, mechanischer und pneumatischer Größen
- Einstellarbeiten an Motormanagementsystemen
- Technische Kommunikation
- Prüfprotokolle erstellen, Ergebnisse beurteilen und dokumentieren
- Informationsfluss zwischen Datenübertragungssystemen
- Expertensysteme und Telediagnose
- Hotline Nutzung
- Steuergeräteprogrammierung über Ethernet
- Rückstellung und Grundeinstellung von Steuergeräten
Das Trainingssystem muss mindestens aus folgenden Komponenten bestehen:
- Originalkomponenten verschiedener Fahrzeughersteller
- Hard- und Software für den theoretischen und praktischen Unterricht
- Software für das Selbststudium und die Präsentation
- Vorgegebene Prüfungen und Testate
- Computergestützte Theorie mit 3D-Animationen
- Computergestützte Messungen im realen Experiment
- Funktionsfähige OBD-Schnittstelle
- Anschluss an alle Werkstatttypischen Tester mit OBD und Diagnose CAN
- Umschaltung zwischen Real- und Simulationsbetrieb für Sensoren
- Fehlerschaltmöglichkeit per PC für mehr 30 Fehler
Das System beinhaltet ein programmierbares Steuergerät, das durch Laden von Softwareständen universell, unterschiedliche Parametersätze unterstützt und verarbeitet. Folgende Signale sind mindestens mit dem Steuergerät zu ver- und bearbeiten bzw. zu überprüfen:
- Betriebsspannung
- Ansauglufttemperatur
- Motortemperatur
- Kurbelwellendrehzahl
- Ansaugluftmasse
- Nockenwellensignal
- Raildruck
- Ladedruck
- Kraftstoffpumpenansteuerung
- Abgasrückführung
- Glühsteuerung
- Pedalwert
Folgende Instrumente gehören mindestens zum Lieferumfang:
- Schnittstelle zur multimedialen Versuchsliteratur
- Messwerte müssen per drag-and-drop in die Versuchsliteratur übernommen werden können
- Gleichzeitige Messung von mind. 2 Spannungen und einem Stromwert muss gegeben sein
- 3-Kanal Oszilloskop, gleichzeitig zur Multimeterdarstellung nutzbar
- Messbereiche: U